Ein Fest des anspruchsvollen Films bei freiem Eintritt.
Die Nacht des Programmkinos 2016.
Die Medienlandschaft ist endgültig im elektronischen Zeitalter angekommen und so vielfältig und bunt wie nie zuvor. Neben das klassische Kinoerlebnis und einer schier unüberschaubaren Menge an DVDs sind auch die verschiedensten Video-On-Demand, Download-To-Own- und Internet- Streaming-Angebote getreten; eine Vielfalt, die schwindeln macht und den Blick auf das Wesentliche erschwert.

Gerade deshalb ist das Kino als erster und wichtigster Ort der öffentlichen Bewusstmachung eines Films nach wie vor unverzichtbar, und den Programmkinos kommt dabei besondere Verantwortung zu. Sie sind Orte der Begegnung, der Auseinandersetzung und der Orientierung, und sie strukturieren das immer größere werdende Filmangebot für ein mündiges und waches Publikum aller Altersgruppen.

Mit der Digitalisierung hat sich auch der Programmierungsalltag der Programmkinos gewandelt. Die Programmplanung ist kurzfristiger und flexibler geworden, und die BesucherInnen erwarten, aus einer größere Anzahl an Filmen in einem kürzeren Zeitraum wählen zu können. Größer gestartete Filme ins Programm zu nehmen und dennoch keine Beliebigkeit zuzulassen, dabei gleichzeitig kleinere Filme gut zu platzieren und ausreichend lange auf dem Spielplan zu halten, zusätzlich Einzelvorführungen und Diskussionsveranstaltungen einzuplanen und auch noch ausreichend Platz für Sonderprogramme zu haben ist jeden Monat eine neue Herausforderung.

Die Programmkinos genießen ein besonderes Maß an Vertrauen bei ihren zumeist sehr treuen BesucherInnen; ein Vertrauen, das sich nicht nur auf die Sorgfalt der Filmauswahl bezieht, sondern auch auf die Qualität der Programmfolder, der Schulmaterialien und der begleitenden Informationen im Internet. Erstaufführungen preisgekrönter internationaler und österreichischer Filme, Begleitveranstaltungen, Retrospektiven und Filmreihen, Schulvorstellungen und spezielle Kinderprogramme sind im Programmkinoalltag obligatorisch. Die Schwerpunkte sind dabei sehr unterschiedlich, doch was alle Programmkinobetreiber eint, ist der Wunsch, ihre Leidenschaft für Arthausfilme mit möglichst vielen KinobesucherInnen zu teilen.

2011 fand die NACHT DER PROGRAMMKINOS zum ersten Mal statt und war ein voller Erfolg. Inzwischen ist diese Veranstaltung aus dem jährlichen Kino-Kalender nicht mehr wegzudenken. An der nunmehr sechsten NACHT DER PROGRAMMKINOS werden österreichweit 15 Kinos mitwirken.

Premieren, Previews, Wiederaufführungen von Filmklassikern, Kurzfilme und Diskussionsveranstaltungen laden die Zuschauer zu einem abwechslungsreichen Streifzug durch die Welt der Programmkinos ein.

Ein Fest des anspruchsvollen Films bei freiem Eintritt.
>Schluss mit halblustig< - Gründung der "IG PROGRAMMKINO" im Rahmen der Viennale '10
Das gesteigerte Interesse am österreichischen Film der letzten Jahre hat leider außer Acht gelassen, dass es die heimischen Programmkinos sind, die für die Verbreitung des kulturell relevanten heimischen und internationalen Films sorgen.

Nun sei die Politik am Zug, sich für diese Kinos stark zu machen, befanden führende Arthouse-Kinobetreiber im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Viennale-Festivalzentrum: In Zeiten zunehmend erhöhten Vermittlungsaufwands und erst recht vor dem Hintergrund der für alle Kinos unumgänglichen Digitalisierung sind die heimischen Programmkinos notorisch unterdotiert, ja großteils in ihrer Existenz gefährdet.

Eine neu gegründete Interessengemeinschaft "IG PROGRAMMKINO" stellt nun also folgende Forderungen an Bundesministerin Claudia Schmied:

a) Erhöhung der Jahresförderung der einschlägigen Kinos von bis dato maximal 35.000 EUR auf 50.000 EUR.
Diese soll erfolgen unter Nachweis folgender Programmkriterien:
- Mindestens 30% europäisches Programm (Nachweis durch Mitgliedschaft bei "Europa Cinema")
- mindestens 5% österreichische Filme
- mindestens 7 Spieltage mit Festivals oder festivalähnlichen Veranstaltungen
- mindestens 50% OmU oder OV (bei nicht deutschsprachigen Filmen) - in Städten über 100.000 Ew.
- mindestens 2 Dokumentarfilme pro Saal und Jahr
- maximal 4 Säle pro Standort
- "Weltkino" - alle Filme nicht aus Europa und den USA und Canada
- Vermittelnde Programme und Veranstaltungen
- Beibehaltung der 35mm-Projektion auch nach der Digitalisierung.

b) Angemessene Förderung der Digitalisierung bei anzunehmenden Grundkosten von 80.000 Euro pro Kinosaal.
Um eine Unabhängigkeit des Programms zu gewährleisten und alternativen Content weiter spielen zu können, fordert die IG PROGRAMMKINO eine substantielle Beteiligung des Bundes an den Digitalisierungskosten, wobei die Länder nicht aus ihrer Pflicht entlassen werden sollen. In diesem Punkt hat das BMUKK schon positiv reagiert und unterstützt die Programmkinos.

Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
Michael Stejskal, Tel. 01/52343620 oder 0664 3815366.


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